Deutsche Digitalbranche auf gutem Weg trotz Corona-Krise

Laut aktuellem Bitkom-Bericht ist die deutsche Digitalbranche trotz Corona-Tief zum Teil wieder auf einem guten Weg. Zwar werden Umsatzeinbußen erwartet, aber diese werden Prognosen zufolge wieder 2021 gut gemacht.

Erhalt der Arbeitsplätze trotz Umsatzrückgang

Die aktuelle Umfrage bezieht sich auf die Zahlen für Juni 2020. Tatsächlich hat sich die Situation der Digitalbranche im Vergleich zum April und Mai bereits deutlich verbessert. Dennoch wird die Corona-Krise einen massiven Umsatzrückgang für das Wirtschaftsjahr 2020 bedeuten. Bitkom geht hier von einem Minus von 3,3 Prozent aus. Die gute Nachricht: Im nächsten Jahr soll bereits viel davon wieder aufgeholt werden. Man erwartet eine Umsatzsteigerung von 2 Prozent.

Grafik: Bitkom

Ebenfalls erfreulich sind die Arbeitsplatzverhältnisse in der Digitalbranche. Die 1,2 Millionen Beschäftigten sollen nahezu alle ihre Jobs behalten, während für 2021 ein Anstieg von 20.000 Stellen prognostiziert wird. Darüber hinaus ist die ITK-Branche im Vergleich zur Gesamtwirtschaft insgesamt weniger gebeutelt von der Krise: Sowohl von Kurzarbeit, als auch von der Streichung oder Verschiebung von Investitionsprojekten oder der Inanspruchnahme von Liquiditätshilfen oder gar Schließungen sind zum Teil deutlich weniger Unternehmen betroffen. Innerhalb der Branche sind die verschiedenen Sektoren jedoch sehr differenziert betroffen.

Homeoffice-Ausrüstung kann IT-Einbußen nicht abfangen

Hauptverantwortlich für die 3,3 Prozent Umsatzrückgang sind die schlechten Zahlen der Informationstechnik. Zwar werden Teilbereiche des Sektors stärker nachgefragt, aber dies reicht nicht zum Ausgleich. Die Gegentrends wurden dabei vor allem durch Anschaffungen für die Arbeit im Homeoffice verursacht. So wurden etwa mehr Headsets und Laptops verkauft. Auch die Nachfrage nach Telefonkonferenzen stieg an. Dennoch ist die allgemeine Stimmung in der Wirtschaft eine andere. Viele wollen Ausgaben für IT einsparen, um ihre Liquidität zu bewahren bzw. benötigen aufgrund der Kurzarbeit schlichtweg weniger Ressourcen. Einen der höchsten Rückgänge hat jedoch die Unterhaltungselektronik zu verbuchen. Die Branche hatte jedoch bereits vor Corona in den vergangen Jahren mit Umsatzeinbußen zu kämpfen. Für 2020 wird ein Minus von 7 Prozent prognostiziert.

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