Virtual Reality im Jahr 2016

Virtual Reality, kurz VR, ist längst keine Science Fiction mehr – dies ist in den letzten Jahren immer deutlicher geworden. Am 19.05.2016 wurde nun das erste VR-Kaufhaus in Australien eröffnet. Zusammen mit der australischen Kaufhauskette Myer verwirklichte das US-Unternehmen eBay das revolutionäre Konzept. Vor Ort können Kunden mittels App und Smartphone-Halterung aus einer Auswahl von über 12.500 Produkten wählen, diese genauer betrachten und direkt erwerben – und das alles nur mit einem Blick in die entsprechende Richtung.

Bis zu dieser kommerziellen Nutzung der virtuellen Realität war es jedoch ein langer Weg. Seit der Prägung des Begriffs in den 1980er Jahren versuchten verschiedene Firmen immer wieder, diese Technologie auf dem Markt zu etablieren. Die Hard- und Software, um den Endkunden zufrieden zu stellen, wurde allerdings erst in den letzten Jahren entwickelt.

Virtuelle Realität in der Unterhaltungselektronik

Einer der bedeutendsten Märkte für VR-Konzepte war in den letzten Jahrzenten die Gaming-Branche. Doch gerade hier scheiterten viele Unternehmen aufgrund der fehlenden Technologie. Erst in der zweiten Hälfte der 2000er wurden Geräte wie die Wii-Konsole von Nintendo, Microsoft Kinect oder Playstation Move von Sony erfolgreich eingeführt. Diese konnten jedoch lediglich Gesten- und Bewegungsinputs der Spieler darstellen und waren von der Grundidee der virtuellen Realität noch weit entfernt.

Erst 2012 wurde mit der Oculus Rift ein VR-Gerät vorgestellt, das den langgehegten Traum vieler Verbraucher und Entwickler endlich erfüllen konnte. Das von Oculus VR entwickelte Head-Mounted Display war dank eines Sichtfeldes von 110 Grad erstmals in der Lage, eine tatsächliche Immersion des Benutzers in die virtuelle Welt zu gewährleisten. Wenig überraschend war deshalb auch die Übernahme des Unternehmens durch Facebook im Jahr 2014.

Projekte von Google und Apple

Bild: Google
Bild: Google

Selbstverständlich sind auch die beiden Software-Riesen Google und Apple dabei, VR-Geräte zu entwickeln. Obwohl die Hightech-Brille Google Glass inzwischen offiziell als Flop bezeichnet wird und die Produktion eingestellt wurde, stellte der Konzern bei der Entwicklerkonferenz I/O 2016 unter anderem seine neue VR-Plattform Daydream vor. Neben anderen Funktionen wurde auch die Videoplattform von Google an das Konzept angepasst: „Wir haben YouTube von Grund auf neu für virtuelle Realität umgebaut“, so der Verantwortliche Google-Mitarbeiter, Clay Bavor.

Apple hat hingegen noch keine eigenen Projekte vorgestellt. Die Financial Times berichtete aber im Januar, dass der Konzern eine geheime Forschungsabteilung gegründet habe. Für diese wurden mehrere Hundert Experten angeworben. Es sollen auch bereits einige Prototypen fertiggestellt worden sein.

Eins ist klar: Die Möglichkeiten die virtuelle Realität für Konsumenten und Unternehmen gleichermaßen bietet sind nahezu unendlich und VR-Geräte werden in Zukunft unseren Alltag maßgeblich beeinflussen.

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