Clubhouse: was steckt hinter dem Hype?

Das neue soziale Netzwerk Clubhouse ist derzeit in aller Munde. Es ist rein audiobasiert und soll damit eine gute Abwechslung zum etwa bildbasierten Instagram oder textbasierten Twitter bieten. Hier erfahren Sie alles, was Sie zur neuen App wissen müssen.

Was ist Clubhouse?

Das amerikanische Unternehmen Alpha Exploration startete die Plattform bereits im Frühjahr 2020. Allerdings setzte die Firma auf ein langsames Wachstum, weshalb Clubhouse erst seit Januar 2021 in Deutschland verfügbar ist. Der Unterschied zu anderen sozialen Netzwerken besteht in der Kommunikation. Diese findet bei Clubhouse nur über Audio statt, wobei die Funktionsweise vergleichbar mit einem Live-Podcast oder auch einer öffentlichen Telefonkonferenz ist. Nutzerinnen und Nutzer treffen sich dafür in so genannten Rooms. Diese sind nach Themen geordnet oder können auch privat von Usern geöffnet werden.

In den Rooms gibt es drei Rollen: Moderator, Sprecher und Zuhörer. Der Moderator leitet den Room – er kann entscheiden, wer Sprecher oder nur Zuhörer ist. Als Sprecher kann man aktiv an der Diskussion teilnehmen. Zuhörer können sich hingegen nicht direkt in das Gespräch einbringen, sondern nur zuhören. Allerdings können sie dem Moderator signalisieren, wenn sie etwas sagen möchten. Der derzeitige Hype basiert vor allem auf der regen Nutzung der App durch berühmte Persönlichkeiten wie Stars, Politiker oder Influencer. Selten zuvor konnte man ihnen so einfach so nah kommen – wenn auch nur über Audio.

Wie kann man die App nutzen?

Derzeit ist die App auf Apple-Geräte beschränkt. Allerdings versprachen die Entwickler, dass Clubhouse auch für Android verfügbar sein wird. Es gibt aktuell noch eine zweite Hürde: Zur Anmeldung benötigt man eine Einladung, welche in der Regel von einem Bestandsnutzer der App stammt. Auch dies soll früher oder später abgeschafft werden. Kosten gibt es momentan keine.

Kritik

Die App steht derzeit auch in der Kritik. So müssen User bei der Erstanmeldung alle Kontakte mit der Plattform teilen – ein Horror für Datenschützer. Darüber hinaus soll das soziale Netzwerk nicht ganz DSGVO-konform sein. Ein weiterer Kritikpunkt ist die Exklusivität von Clubhouse. Dies trug einerseits zum Hype bei, andererseits stößt sie unter anderem Android-User sauer auf. Alpha Exploration möchte mit den Hürden das Wachstum der Userzahlen niedrig halten, sodass Infrastruktur und Support mithalten kann. Letzteres gelingt jedoch nicht immer. Bereits in den USA gab es Probleme mit der Verbreitung von Hassbotschaften oder Beleidigungen. Um dies zu verhindern, werden Gespräche vom Unternehmen aufgezeichnet. Dies löst das Problem allerdings bislang nicht und ist gleichzeitig ein weiterer Mangel aus Sicht von Datenschützern.

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