Corona-Krise: Lockerung des Lockdowns in Sicht

Deutschland befindet sich nun bereits in der dritten Woche des Lockdowns. Dieser war notwendig zur Bewältigung der Corona-Krise, aber hat auf das private und berufliche Leben der Bürgerinnen und Bürger erhebliche Auswirkungen. Eine Entspannung der strikten Maßnahmen scheint bereits in Reichweite, aber noch ist nicht genau bekannt, wann und wie dies umgesetzt werden soll.

Österreich macht es vor

Das südliche Nachbarland ist bereits einen Schritt weiter in der Corona-Krise als die Bundesrepublik. Hier nimmt der Exit schon klare Formen an: Nach Ostern – am 14. April – werden erste Geschäfte wie Baumärkte wieder geöffnet haben, und ab 1. Mai auch Dienstleistungsunternehmen mit Kundenkontakt wie etwa Friseure. Gleichzeitig setzt Österreich im öffentlichen Raum auf eine strenge Maskenpflicht, welche auch in den nächsten Wochen beibehalten wird.

Master Plan für Deutschland

Ein Forscherteam aus 14 Expertinnen und Experten der unterschiedlichsten Fachdisziplinen veröffentlichte in dieser Woche einen möglichen Master Plan. Bei diesem geht es nicht nur um die medizinischen Rahmenbedingungen, nach denen zweifelsfrei gehandelt werden muss, sondern auch um die Bedeutung offener Kommunikation, um die Deutschen wirtschaftlich, aber auch seelisch zu entlasten. Nur mit Transparenz und daraus erwachsendem Wir-Gefühl lasse sich die Krise meistern.

Klar ist: Räumliche Distanz wird weiter zum Alltag gehören – auch nach einer Lockerung der Maßnahmen. So wird es auch weiterhin keine Großveranstaltungen geben. Dennoch sollen sich Menschen wieder freier bewegen können. Damit dies wiederum zu keinem erneuten rasanten Anstieg der Fallzahlen führt, setzen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vor allem auf Maskenpflicht, die Überwachung und Nachverfolgung von Infektionsketten per Handy-App und den Ausbau der Testkapazitäten. Solche Maßnahmen haben bereits in Ländern wie Südkorea ausgezeichnete Ergebnisse bei der Eindämmung der Epidemie geführt. Ein weiterer großer Schritt wäre die Entwicklung eines Antikörper-Tests. Diese läuft bereits auf Hochtouren und könnte bei ihrer Vollendung ermöglichen, dass bereits immune Personen wieder normal arbeiten und sich frei bewegen können, ohne eine Gefahr für sich oder andere darzustellen.

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