Export nach Pakistan – alles was Sie wissen müssen

Nach konstantem Wertverlust der Rupie droht Pakistan derzeit eine Zahlungsbilanzkrise. Dennoch bleibt die Islamische Republik Pakistan attraktiv für ausländische Investoren.

Länderfakten

Das Wirtschaftswachstum Pakistans befindet sich derzeit im Rückgang, wobei das Land mit Prognosen von 4 Prozent für 2019 und 3,5 Prozent für 2020 noch weit entfernt von einer Rezession ist. Trotzdem ist die dortige Wirtschaft in Gefahr. Aufgrund der Abhängigkeit von Importen bei der Energieversorgung verlor die Pakistanische Rupie im vergangenen Jahr stark an Wert (25 Prozent im Vergleich zum US-Dollar). Die Regierung möchte nun mit umfassenden Strukturreformen dieser Entwicklung entgegenwirken. Eine der Maßnahmen sind eine Reihe großer ausländischer Direktinvestitionen. Für diese besteht in Pakistan viel Freiraum, da eine Vielzahl an Wirtschaftssektoren wenig entwickelt sind. So sind mit der Volksrepublik China einige Mammutprojekte unter dem Namen China-Pakistan Economic Corridor (kurz: CPEC) geplant, welche ein Teil der „Neuen Seidenstraße“ sein werden. (Quelle: GTAI)

Dieses günstige Investitionsklima dürfte ebenfalls interessant für einige deutsche Investoren und Exporteure sein. Sollten Sie den pakistanischen Markt ebenfalls für sich erschließen wollen, werden Sie einen verlässlichen Anbieter für Telefonkonferenzen benötigen. Hier finden Sie eine Anleitung, wie Sie eine Telefonkonferenz zwischen Deutschland und der Pakistan einrichten.

Steuern

Die allgemeine Körperschaftsteuer beträgt 31 Prozent. Für Banken und Kleinunternehmen gibt es eigene Steuersätze, welche sich auf 35 und bzw. 25 Prozent belaufen. In Pakistan wird zwischen Umsatzsteuer und Verbrauchsteuer unterschieden. Die Umsatzsteuer liegt bei 17 Prozent und wird auf die meisten Waren und Dienstleistungen erhoben. Die Verbrauchsteuern findet Anwendung bei Luxusartikeln wie Zigaretten oder auch Dienstleistungen wie Flugreisen. Die Verbrauchsteuersätze betragen 12,5 und 19 Prozent. (Quelle: Außenwirtschaftsportal Bayern)

Zwischen Deutschland und Pakistan gibt es ein Doppelbesteuerungsabkommen.

Aufgrund der wirtschaftlich turbulenten Lage sowie anhaltender Reformen der Regierung ist die Steuerpolitik und damit auch die Einkommensteuer sehr wechselhaft in Pakistan. So gibt es seit 1. Juli 2018 nurmehr vier Steuerklassen – vorher waren es 12. Ein Jahreseinkommen bis 1.200.000 PKR (ca. 7592 Euro – Stand: März 2019) ist steuerfrei. Zwischen 1.200.000 und 2.400.000 PKR (ca. 15.184 Euro) werden 5 Prozent fällig. Zwischen 2.400.00 und 4.800.000 PKR (ca. 30.368 Euro) beläuft sich die Einkommensteuer auf 10 Prozent. Alles was darüber liegt, wird mit 15 Prozent besteuert.

Zollbestimmungen

Grundsätzlich gibt es vier verschiedene Zollsätze in Pakistan: 3, 11, 16 und 20 Prozent. Produktionsmittel für Industrie oder Infrastruktur werden beispielsweise mit 3 Prozent verzollt. Für landwirtschaftliche Erzeugnisse gibt es sogar einen ermäßigten Zollsatz von nur 2 Prozent. Die Einfuhr von Produkten, bzw. geschäftliche Aktivitäten von Investoren werden in Pakistan zudem durch Handelsbegünstigungen wie Zollbefreiungen oder Abschreibungen erheblich erleichtert.

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