Export nach Südafrika– alles was Sie wissen müssen

Die letzten Jahre waren von einer Vielzahl von schwierigen Herausforderungen für Südafrika geprägt. Dies schlug sich ebenfalls in der Wirtschaftsleistung des Landes wieder. 2019 wird ein richtungsweisendes Jahr für die Zukunft der Nation an der Südspitze Afrikas.

Wirtschaft

2018 wuchs das BIP um nur 0,8 Prozent. Für das laufende Jahr werden laut WKO zwischen 1,4 und 2,2 Prozent prognostiziert. Dies hängt vor allem davon ab, ob die neu gewählte Regierung unter Cyril Ramaphosa der kritischen Lage Herr wird. Dies betrifft insbesondere die extrem unzuverlässige Stromversorgung sowie die hohe Arbeitslosigkeit. Durch steigende Investitionen in Infrastruktur und in den Automobilsektor wie auch Maschinenbau bleibt das Land für europäische Investoren jedoch durchaus attraktiv.

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Steuern

Südafrika verfügt über eine allgemeine Körperschaftsteuer von 28 Prozent für alle Unternehmen. Die Umsatzsteuer beträgt seit März 2018 nunmehr 15 Prozent, wobei bestimmte Produkte und Dienstleistungen von dieser ausgenommen sind.

Seit 1974 gibt es zwischen Südafrika und der Bundesrepublik Deutschland ein Doppelbesteuerungsabkommen.

In Südafrika gibt es ein progressives Steuersystem, wobei für das Steuerjahr 2019/2020 unüblicherweise keine Anpassungen an die Sätze vorgenommen wurde. Insgesamt gibt es sieben Steuerklassen. Die niedrigste geht von 1 bis 195.850 Südafrikanischen Rand (ca. 12.060 Euro; Stand: September 2019) und liegt bei 18 Prozent. Der Höchststeuersatz beläuft sich auf 45 Prozent und gilt ab einem jährlichen Einkommen von 1.500.001 Südafrikanischen Rand (92.367 Euro; Stand: September 2019).

Quelle: SARS

Zollbestimmungen

Seit Oktober 2016 existiert das so genannte EPA-Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union mit dem Süden Afrikas (Südafrika, Namibia, Botswana, Swasiland und Lesotho). Damit ist der Export für diese Nationen bis auf einige wenige Güter in die EU und umgekehrt zollfrei. Dies führte in den vergangenen Jahren zu einem Zuwachs des Warenaustausches der beiden Parteien. Das Freihandelsabkommen ist jedoch nach wie vor umstritten. Kritiker geben an, dass es die weniger entwickelten Partnerländer benachteilige.

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