Studie: Künstliche Intelligenz von großer Bedeutung für Startups

Die Entwicklung von KI als zunehmend wichtiger Faktor in Fertigung und Endprodukt sowie Unternehmensprozessen zeichnet sich schon seit geraumer Zeit auf Branchenmessen in der ganzen Welt ab. Wie wichtig Künstliche Intelligenz inzwischen für deutsche Startups geworden ist, lässt sich nun auch an harten Fakten belegen.

Unterschiede zur Gesamtwirtschaft groß

In einer neuen Umfrage des Digitalverbands Bitkom werden die Nutzung, bzw. die geplante Nutzung verschiedener neuer Technologien unter deutschen Startups erfragt. Die Ergebnisse werden dabei mit denen der Gesamtwirtschaft verglichen (siehe Grafik). An der Studie nahmen 300 Startups teil. Wenig überraschend: Startups haben der Gesamtwirtschaft bei der Adaption mancher neuen Technologien einiges voraus. So nutzt fast jedes vierte deutsche Startup (49 Prozent) bereits Künstliche Intelligenz und weitere 38 Prozent planen, bzw. diskutieren die Implementierung. In der Gesamtwirtschaft spielt KI im Vergleich eine untergeordnete Rolle. Gerade einmal 2 Prozent verwenden KI und 9 Prozent planen die Einführung.

Grafik: Bitkom

Ebenfalls groß fällt der Nutzungs- bzw. Planungsunterschied bei Blockchain aus. Hier fällt die gegenwärtige Verwendungsrate bei Startups zwar ebenfalls recht gering aus (8 %), aber immerhin mehr als ein Viertel der Befragten plant, bzw. diskutiert die Technologie zukünftig zu nutzen. In der Gesamtwirtschaft nutzen gerade einmal 2 Prozent der Unternehmen Blockchain und nur 4 Prozent diskutieren darüber.

Die „Klassiker“ der Industrie 4.0 wie etwa Big Data, Internet of Things oder Cloud Computing sind hingegen weitgehend in der Gesamtwirtschaft angekommen. Gerade letzteres scheint ein essentieller Faktor für nahezu alle Akteure geworden zu sein. Lediglich 3 Prozent aller Unternehmen beschäftigen sich überhaupt nicht mit Cloud Computing – 71 Prozent haben die Technologie bereits impliziert, während 26 Prozent die Nutzung planen.

Robotik und 3D-Druck von untergeordneter Rolle

Es gibt allerdings ebenfalls neue Technologien, in denen Startups im Vergleich zur Gesamtwirtschaft weit zurückliegen. Dies betrifft vor allem Robotik und 3D-Druck, aber auch Drohnen spielen keine so große Rolle in jungen Unternehmen verglichen mit der Gesamtwirtschaft. Am größten fällt der Unterschied bei der Robotik aus. So beschäftigen sich fast die Hälfte der Unternehmen der Gesamtwirtschaft (44 Prozent) mit dieser Technologie – bei Startups sind es lediglich 13 Prozent. Die Ursache hierfür könnte die größere Bedeutung von kapitalintensiven Produktionsgütern und Anlagen in der Gesamtwirtschaft im Vergleich zu Startups sein.

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