Zweite Welle führt zu neuem wirtschaftlichem Abschwung

Die Zahl der Corona-Infizierten in Deutschland steigt seit Wochen stetig an. Gleichzeitig bemühen sich die Bundes- und die Landesregierungen mit strengeren Maßnahmen um eine erneute Eindämmung des Virus. Doch welche wirtschaftlichen Auswirkungen bringt die zweite Welle mit sich?

Andere Maßnahmen als im Frühjahr

Bei einem Thema sind sich die meisten Politikerinnen und Politiker derzeit einig. Einen zweiten Lockdown, wie es ihn während der ersten Welle im Frühling gab, soll es nicht erneut geben. Diese Maßnahme wäre einerseits zu drastisch und andererseits im Moment nicht zielführend. Dennoch ist offensichtlich, dass eine Senkung der Infektionszahlen nur mit Hilfe von strengeren Maßnahmen zu bewerkstelligen ist. Dies soll sich insbesondere auf Branchen auswirken, bei denen enger Kundenkontakt besteht. So wird es etwa im Gaststätten- und Hotelgewerbe sowie zum Teil im Einzelhandel erneut zu massiven Umsatzeinbußen kommen.

Starker BIP-Rückgang

Während der Sommermonate konnte sich das BIP zwar etwas erholen, aber für den Herbst wird mit einem Erliegen des Wirtschaftswachstums gerechnet, was sogar bis zum Frühjahr anhalten könnte. Dies hängt jedoch stark davon ab, wie intensiv die zweite Welle verläuft. Dies gilt gleichermaßen für die Arbeitslosenrate. Derzeit wird noch von einer Stagnation ausgegangen, aber es könnte bei einer Ausweitung der Maßnahmen und damit einhergehenden Umsatzeinbußen zu weiteren Entlassungswellen kommen.

Die jetzige Situation ist nur bedingt mit jener im März oder April vergleichbar. Die meisten Unternehmen – egal in welcher Branche – sind bereits vom letzten Lockdown geschwächt, sodass sie eine erneute Verschlimmerung der Umstände leichter in die Knie zwingen könnte. Experten gehen nach wie vor davon aus, dass sich die Wirtschaft im Jahr 2021 wieder erholen und es zu einem Wachstum von mehr als 4 Prozent kommen wird. Diese Prognose unterliegt allerdings der Annahme, dass die hohen Infektionszahlen im nächsten Jahr nicht andauern, sondern in den kommenden Monaten wieder erfolgreich unter Kontrolle gebracht werden.  Am besten lässt sich dies natürlich mit einer strengen Einhaltung der aktuellen Maßnahmen erreichen.

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