Immer mehr Pendler in Deutschland

Für viele Menschen gehört das tägliche Pendeln zur Arbeit zum Alltag. Tatsächlich nahmen die Zahlen der Pendler im Zuge der Bildung großer Metropolregionen in Deutschland in den letzten 20 Jahren stetig zu. Dies kann allerdings auch negative Auswirkungen haben.

Spitzenreiter ist München

Laut einer Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung nahmen vor allem in den Großstädten die Einpendler zu. So leben inzwischen zwei von drei Beschäftigten in Frankfurt, Düsseldorf und Stuttgart außerhalb der jeweiligen Stadtgrenzen. Den meisten Zuwachs erfuhr Berlin. Hier nahm die Pendlerquote um stolze 53 % im Zeitraum zwischen 2000 und 2015 zu. Insgesamt pendelten rund 274.000 Menschen im Jahr 2015 täglich in die Bundeshauptstadt. Den ersten Platz belegt jedoch München: 365.000 fahren jeden Tag in die bayerische Landeshauptstadt zu ihrem Arbeitsplatz. In der gesamten Bundesrepublik sind knapp 60 % der Erwerbstätigen Pendler – das sind rund 18,4 Mio. Menschen.

Höhere Stressbelastung

Aber nicht nur die Zahl der Pendler nimmt zu. Auch die Strecke, die Beschäftigte zur Arbeit zurücklegen, stieg in den vergangenen Jahren an. So ergab eine Studie des ADAC, dass die durchschnittliche Pendelstrecke von 14,59 km im Jahr 1999 auf 16,91 km im Jahr 2015 anstieg. Mit der Wegstrecke nimmt selbstverständlich auch die Reisezeit zu – und damit der Stress, den Pendeln verursachen kann. So ergab eine Statista-Umfrage, dass ab 21 Minuten die Stressbelastung für Berufstätige massiv zunimmt. Diese Belastung kann auch Auswirkungen auf die Gesundheit haben: Kopfschmerzen, Schlafprobleme, Bluthochdruck sowie Rückenprobleme zählen zu den häufigsten Beschwerden. Neben dem Stress kann insbesondere der mit dem Pendeln häufig einhergehende Bewegungsmangel die Ursache hierfür sein.

Es gibt Möglichkeiten, diese Probleme zu bekämpfen. Etwa das Arbeiten im Homeoffice, flexible Arbeitszeiten oder Kommunikation über Telefonkonferenzen können den Druck im Berufsalltag senken. Wenn hingegen gependelt werden muss und die Entfernung es zulässt, empfiehlt es sich auf das Fahrrad zurückzugreifen. Damit tut man sowohl dem eigenen Körper als auch der Umwelt einen großen Gefallen.

 

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